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Leserbrief von
Eckart Haerter zur DVD-Rezension
"The Todaro-Bravo Tango System, Vol.1"
von Antón Gazenbeek und Natalie Laruccia
... hmm, also diese Tangobiografie klingt ja sehr interessant.
1984 geboren, Bühnenauftritte in aller Welt, erteilt Unterricht
an den renommiertesten Orten in Buenos Aires und, und und...
Offenbar befinden sich zu viele argentinische
Tangolehrer in Europa. Aber Wunderkinder hat's ja zu allen Zeiten
gegeben, da ziehe ich gern in Hochachtung meinen Tangohut.
Allerdings, wenn man (wie ich) noch bei Antonio
Todaro gelernt hat, dann beschleichen einen leise Zweifel, wenn
jemand, der 10 Jahre alt war als Antonio starb, DVDs verkauft, auf
denen er vorgibt, der Welt den Stil von Antonio Todaro zu
vermitteln.
Ich habe mir daraufhin Demo-Videos angeschaut,
die Anton Gazenbeek im Netz veröffentlicht, und muss sagen: alles
sehr schön einstudiert. Nur: das ganze ist eine leere Hülse des
Tangos und trotz allen Getrippels und schneller Sacadas und
Firuletes ein lebloses Fuss- und Beingeplapper. Unreife
Tango-Nachahmung und Fassade. Mit der Faszination, die von der
inneren Wahrheit des Tangos ausgeht, hat das nichts zu tun. Und
mit Antonio Todaro schon gar nicht. Vielleicht muss man es der
Jugend dieses Tangobürschchens zugute halten, dass er gar nicht
merkt, dass ihn (noch?) Lichtjahre von der Ausstrahlungskraft
einer Legende wie Antonio Todaro trennen.
Eckart Haerter, Göttingen
zur DVD-Rezension: >>hier
(27.06.07)
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Gegendarstellung
zum Leserbrief von Joachim Jundt.
"Er hat das Narcotango-Konzert am 19. Mai 2007 in Heidelberg
besucht"
Ach du liebe Zeit.
Was lese ich denn da? Das steht hier seit Jahren und ich lese
es erst jetzt. Die feine englische Art ist es nicht. Ich hätte es
für angemessen gehalten, mich direkt damit zu konfrontieren, um
mir die Chance zu geben, Stellungnamhe zu beziehen:
Die Veranstaltung mit Narcotango bestand aus 2 Teilen, Teil
eins Konzert, Teil zwei Ball. Um die Leute, die noch nie
Tango getanzt haben und sich trotzdem für die Musik von
Narco interessieren, zu gewinnen, haben wir in der Presse für
diese "Tangointerssierten" über Narcotango ausführlich
berichtet und einen Eintritt von 20 Euro festgesetzt, inklusive
einen Einführungkurs, um diese fürs Tangotanzen zu
begeistern. Dieses Angebot galt nicht für Sie, sondern für
Nicht-Tänzer, die an dem Ball nur als Zuschauer teilnehmen
konnten. Für Tänzer war angegeben, dass der Preis für den Ball
29 Euro beträgt.
Der Ball war im Gegensatz zu Ihrer Behauptung schwach besucht.
Somit kam keine richtige Stimmung auf. Das ist eher sehr
traurig für die Veranstalter (in dem Fall uns), deren
Verluste in die 1000er gehen. Nun, statt diese Tatsache zu
berücksichtigen, berichten Sie hier negativ darüber und
streuen Sie noch Salz in die Wunde. Ihre 9 Euro hätte ich Ihnen
übrigens mit Handkuss zurück gegeben, wenn ich gewusst hätte,
dass Sie Ihren Unmut hier kundtun und uns damit schaden. Ausserdem
was sind schon 9 Euro gegenüber 1000en.
Auf eine bessere Verständigung in der Zukuft!
Emile Sansour
(01.05.10)
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Leserbrief von Joachim Jundt.
Er hat das Narcotango-Konzert am 19. Mai 2007 in Heidelberg
besucht:
(lesen Sie auch die Gegendarstellung von Emile Sansour: >>hier)
Das waren also Narcotango mit Carlos Libedinsky in Heidelberg.
Hätte ich mir in einem schöneren Ambiente als dem
schlichten, undekorierten Saal der Goldenen Rose im Vorort von
Heidelberg gewünscht. Eine kahle Bühne, mit 3 zu schwachen
Strahlern, nackter Rückwand, ab und zu ein bisschen Video auf
kleiner Leinwand, weil es ja unter Elektrotangoflagge fährt und
da gehört eben auch was auf den Screen. Auch wenn die euphorisch
tanzenden Heidelberger natürlich kaum einen Blick auf diese
Leinwand erübrigten, denn auf dem sehr guten Tanzparkett (das
spricht dann doch für den Saal) war gut was los.
Emile Sansour hatte ein sehr interessantes Preiskonzept,
auf das außer mir noch andre hereinfielen - man liest halt, was
man lesen will. Hätte ich die ganze Beschreibung auf der 2. Seite
gelesen.... Auf Seite 1 hieß es:
"...Tangoball
am 19. Mai 21 Uhr
für Tangointeressierte beträgt der Eintritt nur 20 €
incl. Schnupperstunde (19.30 h)
Adresse: Goldene Rose, Hegenichstr. 10, Kircheim/HD"
Na super,
echt günstig, Tangointeressiert bin ich auf jeden Fall, aber
hallo, und die Schnupperstunde bei Emile nehme ich kulanterweise
nicht in Anspruch. Hätte ich besser mal gemacht. Abgesehen vom
Unterhaltungswert - wäre die Ersparnis 9€ gewesen - satte 30%.
Ohne Schnupperstunde, für das bereits tanzen könnende Publikum,
kostete der Spaß 29,- €, wie sehr deutlich auf der 2. Seite,
nach einigem Runterscrollen ganz am Ende der Seite vermerkt war.
Na ja, so plump schmiert man mich nur einmal an.
Das
Narcotango Konzert selbst ließ einen diese seltsame Art Werbung
recht schnell vergessen. Bereits beim 2. Song, nach kurzer
Aufforderung von Carlos Libedinsky, war die Tanzfläche voll. Dank
der soliden Rythmusarbeit von Fernando del Castillo am
Schlagzeug, Sebastián Monk an den Keyboards und Marcelo Vaccaro
am Baß fiel es nicht allzu sehr auf, dass der Bandoneònist
bei manchen Einsätzen zu früh, bei andren zu spät war und
spieltechnisch seinen Zenit noch vor sich hat - in meinen Ohren
waren die Töne oft sehr verwischt, wenig prägnant, das auf der
CD sehr schöne "Narcotango" war - ohne Umschweife
gesagt - vergurkt. Vielleicht war's auch kein guter Abend für Federico
Biraben, den Bandoneònspieler? Ich dagegen hatte wirklich Glück
und das Vergnügen mit einer tollen Tänzerin, so was hilft gegen
den meisten Unbill.
Das Konzert
zum Tanzen mit Stücken beider Narcotango CDs wurde in einem Set
durchgespielt. Die Heidelberger Tangueros zeigten sich dem
gewachsen und tanzten, was auf den Tisch kam, auch die schnellen
Sachen wie "Rescate", "Que onda" und "Toma
y daca", die an diesem Abend mit noch mehr Groove und auch
etwas schneller gespielt wurden. Aber der Drive forderte auch
seinen Tribut - nach der 2. Zugabe von Narcotango leerte sich der
Saal zügig um fast die Hälfte der Anwesenden. Und die ohnehin
schon zahlreich aufgestellten Stühle sahen jetzt natürlich noch
leerer aus. DJ Andy Ungureanu bemühte sich um die noch
Anwesenden, traf aber offensichtlich nicht genau den Hörnerv -
oder die Leute waren nun doch zu erschöpft.
Ich kann gut
verstehen, wenn die Musiker nach all den Strapazen der Tour - tags
darauf von Heidelberg nach Wien - einfach auch mal müde sind. Für
den Preis war meine Erwartung dann trotzdem höher - aber es
hätte natürlich auch viel schlimmer kommen können. Auch wenn
der Vergleich nur eingeschränkt möglich ist: Stünden beide
Gruppen zur Wahl, würde ich mich bei Otros Aires definitiv besser
aufgehoben fühlen.
Joachim Jundt,
Mannheim
(21.05.07)
Waren Sie
auch beim Konzert und haben Sie eine andere Meinung?
Oder haben Sie eine andere Veranstaltung besucht und möchten
darüber berichten? Schreiben Sie einfach eine Email an leserbriefe@tangokultur.info
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Christoph Lanner (Wien) zu
"Riesenrad und Tango mit Schlagobers" von Robert
Schmitz-Niehaus
(Ausgabe März 2007)
Recht herzlichen Dank für Roberts authentische und sehr
persönliche Rezension der Milonga "La Noche de la Morocha".
Eine kleine Richtigstellung sei freilich erlaubt: Ich liebe und
verehre Pugliese und eine Pugliese-Tanda – ganz traditionell auf
dem Höhepunkt des Abends, also eher spät - darf für mich in
keiner Milonga fehlen. Darunter haben gerade Roberto Álvarez'
Colortango (oder moderne Orchester wie die Orquesta Típica
Imperial oder Fernández Fierro) zu leiden, die ich kaum und wenn
überhaupt, dann auf keinen Fall anstelle von Pugliese auflege...
porque él es el original! Ich bin mir daher auch so gut wie
sicher, dass die einzige "moderne" Tanda in der von
Robert besuchten Milonga die von Pugliese war.
Wie auch immer: Ich selbst würde die von mir gespielte Musik ja
auch als traditionell, um nicht zu sagen ultratraditionell
bezeichnen und wenn es Robert als Anhänger des Tango Nuevo in der
Milonga trotzdem gut gefallen hat, dann freut mich das natürlich
ganz besonders.
Gruß aus Wien
Christoph Lanner
(05.03.07)
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Karen Dirks zur Konzertbesprechung "Seis Australes"
im Kammermusiksaal, Berlin von Frank Lubnow
(Ausgabe März 2007)
Hallo!
Ich selber war auch auf dem Konzert im Kammermusiksaal und finde
die Kritik sehr herabwürdigend. Dass die Akustik und die
Tonmischung nicht sonderlich gut waren, stimmt. Aber dass die
gesamte Show ein Reinfall war, kann ich nicht bestätigen.
Gerade die stimmungsvollen Zugaben, wo der gesamte Saal mitging,
waren toll - schade, dass diese nicht erwähnt wurden..
(05.03.07)
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F. aus A. (Name und Anschrift
sind der Redaktion bekannt) zu den "Anonymen
Tangotherapeuten" (September 2006) von M. C.
Brook
Eine wirklich amüsante Geschichte, die nicht weit hergeholt sein
wird. Es gibt so viele Geschichten, die einem passieren können,
das ist unglaublich. Abgedrehte, "bekriste" Menschen,
jedoch auch (scheinbar?) Normale. Allerdings kann natürlich die
Sabine sich auch mal selber an die Nase fassen. Wenn ihr dauernd
so etwas passiert (ähnliche Muster), sollte sie auch etwas
Selbstzweifel haben, ob sie nicht un(ter)bewusst die Menschen dazu
animiert zu fragen und zu erzählen. Oder sehr
spekulativ-provokant (und unrealistisch!): vielleicht tanzt sie
nicht gut genug?! Ich habe schon mit Anfängerinnen getanzt, da
war ich sehr beeindruckt und ehrlich berührt. Aber auch
"Erfahrene", bei denen 1 Tanz reichte. Oder aber Sabine
sieht einfach so gut aus oder ist so interessant, dass die Gespräche
einfach für die Männer wichtiger sind. Oder sogar anderes. Aber
als unbedarfter Leser weiß man das alles natürlich nicht. NUR
schlechte, therapierbedürftige Menschen gibt es sicher beim Tango
nicht. Nirgendwo auf der Welt. Auch wenn ich in Szenen war, wo
sich auch mal jemand erschossen hat...
Lieber Gruß und gute Besserung, F.
(28.09.2006)
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Morad aus Berlin zum Bericht
aus Israel von Debora Gutman (September 2006) "Mantener
vivo el espiritu"
Dies ist eine Tangoseite, kein Platz für politische Diskussionen.
Und doch kann ich es nicht lassen, zu dieser Art der einseitigen
Berichterstattung meinen Kommentar abzugeben:
Es ist kein Wunder, wenn man in Tel-Aviv zum Tangotanzen ist, dass
man nicht von den "irrsinnigen Selbstmordattentätern"
(...) gestört werden möchte. Sorry, aber mich erinnert sowas an
die Kolonialdamen, die an ihren Walzerabenden in "ihren"
Kolonialländern (...) nicht von "rückständigen, aufständigen
Bauern" gestört werden möchten. Ich schlage der Autorin
vor, mal einen einzigen Tag in einem palästinensischen Flüchtlingslager
zu verbringen. Vielleicht sieht sie die Welt aus einer anderen
Perspektive und wiederholt nicht wie ein Papagei, was ein paar
Tangotänzer (Reservisten) in Tel-Aviv denken/sagen.
Vor allem ihre Meinung über den letzten Libanonkonflikt hat mich
schockiert! In Zahlen ausgedrückt (Es ist absurd, aber trotzdem),
während an einem Tag 100 Katjushas in Israel fallen, fallen im
Libanon 5000 Raketen, von Streubomben etc. ganz zu schweigen.
(Also libanesiche Zivilisten sterben zu Hunderten wegen einem
Hisbullah-Attentat! Und das wegen 2, ja 2, entführten Soldaten.
Aber das Leben eines libanesischen "Irrsinnigen" zählt
ja nicht, zumal er Sie, wahrscheinlich, nie mit einem Tango beglücken
wird. Also mit allem Respekt...
Gruß, Morad (in Berlin lebender arabisch-israelischer Tangotäter)
(16.09.2006)
Die Antwort der Autorin Debora Gutman:
Lieber Morad,
es geschieht entsetzlich viel Unrecht auf beiden Seiten. Aber die
Entführung der zwei Soldaten war nur der Tropfen, der das Faß
zum
Überlaufen gebracht hat, der Auslöser, nicht die Ursache.
Bereits
vorher sind regelmäßig Bomben (auch Streubomben!) auf Haifa
gefallen.
Im Krieg gibt es keine Gewinner, nur Verlierer. Und dann gibt es
da
diesen einen kleinen, aber wesentlichen Unterschied: Israel
spricht
seinen Nachbarstaaten nicht das Existenzrecht ab. Israel kämpft
mit
aller Kraft um sein Überleben!
Ich wünsche mir von ganzem Herzen, daß eine menschenwürdige und
friedliche Lösung für alle Völker im Nahen Osten gefunden wird!
Debora (in Berlin lebende jüdische Deutsche und Tangotänzerin)
(18.09.2006)
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Andreas Böhlke aus Potsdam zum Essay
"Der Tango
Mann"
von Gunter Scholtz (Mai/Juni 2006)
Der Tangomann... die Tangofrau!
Ich kann Suse Lange gut verstehen und bitte diesen meinen
Beitrag auch nicht als Konter zu missverstehen. Ich denke, dass
Existenzen jeder Art auf dem Tangoboden einfach Ihre Berechtigung
haben und nicht immer mein Verständnis, aber doch meine Akzeptanz
finden. Der Tango ist durch seine Einzigartigkeit natürlich der
Tanz , wo man die Möglichkeit hat, alle Sehnsüchte, Hoffnungen,
Träume... zu leben, zu erleben, zu genießen, zu suchen. Ob man
das findet, was man möchte, ist genau so spannend und offen, wie
eine Party bei Freunden oder das Betreten der Regionalbahn von
Potsdam nach Berlin. Ich möchte nicht wissen , wie komisch ich
nach meiner Trennung drauf war ... in der Zeit habe ich nicht
unbedingt auf die große neue Liebe gehofft, aber doch auf dem
Parkett eine andere Nähe gesucht, erhofft als heute, wo wieder
ein innerer Frieden da ist.
Ich hüte mich davor zu verallgemeinern - auch wenn ich z. B.
persönlich , wie gesagt ich persönlich, der Meinung bin - und
jetzt kommt's - ... dass die Berliner Frauen besonders elitär
sind. Am Montag beim Abschlussball (d. Berliner Tangofestivals,
Anm. d. Red.) im Deutschen Theater, war wieder mal fast keine da,
die auch nur andeutungsweise lachen konnte. Natürlich habe ich
auch an diesem Abend wie immer 2 Körbe eingefahren - und das
passiert mir echt nur in Berlin. Ich tanze seit 10 Jahren, bin
immer frisch geduscht und angekleidet, würde mir ne 2 aufs Outfit
geben und ich achte immer darauf, dass die von mir zum Tanz erwählte
Dame mindestens 2 Titel Pause hat - und dann kommt "...Nein!",
einfach so. Warum lügen die Damen nicht wenigstens..."mir
tun die Füße weh..., ich habe den nächsten Tanz leider schon
vergeben..., mein Freund kommt gleich..., ich muss erst mal
dringend telefonieren..." usw. Auf mich ist gestern eine gut
vollschlanke Frau zugekommen, wo sich meine Begeisterung auch in
Grenzen hielt! Natürlich bekommt die Dame 3 Tänze und ich hab's
gut überlebt! Also, liebe Suse und Susanne, tragt es uns nicht
nach, wenn wir mal nicht klar kommen - meist seid ihr Schuld,
mit euren wunderschönen Kleidern, zarten Blusen und Düften ...
wo jeder Lavendel voll einpacken kann.
(06.06.2006)
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Susanne Rothmaler zum Essay
"Der Tango
Mann"
von Gunter Scholtz (Mai 2006)
Danke für den faszinierenden Artikel und bitte mehr davon!!!!!
(09.05.2006)
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Suse Lange aus Berlin zum Essay
"Der Tango
Mann"
von Gunter Scholtz (Mai 2006)
Lieber Gunter,
ich wünsche mir schon sehr lange normale Tangomänner, die
meinetwegen auch ein Doppelleben führen dürfen (wenn sie sich
dann auch benehmen), mit denen man akzeptable Gespräche führen
kann. Aber es ist zum verzweifeln; ich finde einfach keinen
Normalo (doch, einen netten Tango-Event-Begleiter habe ich, der
sich durch größte Normalität auszeichnet; aber das ist nur
Einer von vielen). Wirklich, es ist zum Lachen. Ich gehe tanzen
und weiß, dass ich den Abend mit einer Single-Börse verbringen
darf, Singles, die sich eine Traumwelt aufbauen, in der es schöne
Frauen zum Anfassen gibt. So unangenehm, so eintönig und mir zu
fremd. Ich treffe größtenteils auf verkrachte Existenzen, die
sich dann wiederum auf keine Frau einlassen mögen. Wenn sie es
dann täten, könnten sie ja die noch idealere, die noch süßeste
aller süßesten Frauen verpassen. Illusionär, und diese Männer
machen einfach keinen Spaß, oder? Außerdem gibt es dann noch
solche, welche ihre Telefonnummer abgeben (obwohl man sie gar
nicht danach gefragt hatte) und dann nicht mehr zum Tanz
auffordern, weil man ja nicht anrief. Verdammt und ausgestoßen,
so eitel geht's zu. Und darum betitele ich Tangomänner als
komplexbeladen.
Allerdings, es gibt eine Ausstellung zu Freuds Psychoanalyse
derzeit im
Jüdischen Museum (die sehr sexkonkret ist). Wer sich angesprochen
fühlt,
sollte unbedingt hingehen!
(02.05.2006)
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Hans-Martin
Hallier aus Bremen zum Artikel
"Viele
Posen, stolze Blicke" von Sonja Walkiewicz (April 2006)
Die Autorin bemerkt in ihrem Schlusssatz, es (die Show) hätte sie
ein wenig an Tango erinnert. Damit weist sie - möglicherweise
unbedacht - dem Titel "Ilusión de tango" einen
schelmenhaften Unterton zu, der von den Machern sicher so nicht
gedacht war, aber es mag dazu verleiten, sie damit ein bisschen
hochnehmen. Ich teilte das nicht, denn die Show zeigte / gab (!)
Tango und nicht etwa irgendeine (falsche oder hohle?) Illusion
dieses Genres!
Die Tänzer waren aus Berlin und jedem war es auch bekannt, dass
nicht alle professionelle Bühnentänzer waren und sind. Sondern
Lehrer, Amateure, Tanzlehrer anderer Stile, also eine familiäre
Mischung, genauso bunt zusammengewürfelt und ein wenig zufällig
wie die gesamte bunte Tanz- und Tangoszene hier in Berlin. Eine
Handlung gab es ebenso wenig wie ein Bühnenbild. Staffagen,
Kulissen und "stereotype" Ausstattung eines Bühnenbildes
hätten hier nur störend gewirkt, dagegen war die Idee, den Bühnenhintergrund
als Projektionsfläche für Schattenfiguren zu verwenden und die
Tanzszenen sonst nur durch Licht zu begleiten, eine klug gewählte
Beschränkung, die der Darstellung gut tat. (...)
Weiter
geht es im sehr ausführlichen Leserbrief hier:
(16.04.2006)
|
Herbert Staack
aus Berlin zum Artikel "Auffordern
III - Oder hast Du Angst?" von Christiane Heyn (April
2006)
Auch in der Tangoszene finden sich leider viele Geister, die
anscheinend meinen, sie und nur sie, sind die Auserwählten des
Tango und die jeden, der nur ansatzweise, vielleicht weil Anfänger
oder nicht so versiert oder vielleicht einfach ein Spaßtänzer,
der anders denkt und anders dokumentiert, geringschätzig
einstufen. So jedenfalls mein Eindruck. Desgleichen habe ich das
Gefühl, dass ein gewissen Mittelmaß fehlt. Dies trifft auf die
Bekleidung genauso zu, wie auf die Qualität des Tanzens.
Entweder sind die Tänzer und Tänzerinnen, wie man heute sagt,
"overdressed" oder sie sind so "mies"
angezogen, dass man auch nicht hinschauen möchte. Ich denke zum
Tanzengehen gehört ein gewisser Stil, der sich nach meinem Dafürhalten
eben auch in der Kleidung manifestieren sollte. Wozu gehen wir
zum Tanzen? Doch um Spaß zu haben. Eher habe ich den Eindruck,
es wird Hochleistungssport betrieben, mindestens "100"
Figuren muss man können, um sich überhaupt auf das Parkett wagen
zu dürfen, und um auch ja aufzufallen muss natürlich
exaltiert und vor allem ausladend getanzt werden. Rücksichtnahme
ist bei einigen scheinbar ein Fremdwort und vor allem auf
kleinen Tanzflächen sollte man tunlichst das Parkett räumen,
wenn einige Spezialisten der Darstellung auf der Fläche
erscheinen.
Schade eigentlich, denn ich persönlich gehe gerne zum Tanzen,
um mich zu erfreuen, um Atmosphäre zu inhalieren, um mich mit
meiner Partnerin oder auch mit anderen Tanzpartnerinnen tänzerisch
zu vereinigen, schlicht gesagt, um Spaß an der Musik, an der
Bewegung, an der Umgebung, an dem Eros und dem
gesamten Flair zu haben. Spaß und Freude und nichts weiter!
Lieben Gruß an alle, die sich darüber freuen Tango tanzen zu können
(oder auch nicht)! (10.04.2006)
|
Joachim J. zum
Artikel "Der Mann ist das Beutetier"
von Kerstin Tomiak
(März 2006):
Die Frau wählt aus, das ist völlig klar und wird so oft von
Frauen bestritten, dass ich (Mann, der ich bin) dahinter entweder
Realitätsferne oder megaraffiniertes Jagdverhalten vermuten muss?
Vielleicht vermischt es sich: Die Auswahl geschieht nicht ganz so
unsublim wie die der Männer an der Bar "Ich glaub, heute
nehme ich mal ein - na, sagen wir - Rotwein". Das IST auch
eine Wahl. Rotweingläser verhalten sich meinen Beobachtungen auch
unempfänglich auf jegliche Blickakrobatik. Mit deutlich
formulierten Wünschen kommt man deutlich einfacher zum
benötigten Genußmittel. Jetzt weiß ich nicht, wie ich den Bogen
vom Weinglas zur blickenden Tanguera kriegen soll - dort wird
jedenfalls deutlich "undeutlich erkennbarer"
ausgewählt. Aber, Ihr Jägerinnen: Wenn es auch ungemein erotisch
und spannend und sinnlich und weiß die Teufelin noch was sein
kann, ausgewählt zu werden - manchmal haben auch Menschen mit
direkterem Aufforderungsverhalten noch eine Chance. Hat Mann es
nämlich mal kapiert, wer auswählt, kommt auch das
Beutetierseins-Gefühl ins Spiel, welches oben genannte
Auswahlverleugnerinnen für sich reklamieren. Das macht nicht nur
Spaß....
(25.03.2006)
|
Esther aus Halle
zum Artikel von Jochen Hille und Elke Koepping, "Geschichte
eines Nicht-Berichtes" (November 2005)
Wie's so ist wird man als Macher einer eben frisch verpackten
Veranstaltung natürlich zuerst mit der Nase in die unliebsamen
Begleiterscheinungen gestubst.
Nachdem ich nun mit allen mir zu
Verfügung stehenden Mitteln incl. privater Einladung des
Autors versucht habe, meinen Fehler in Sachen vorfristiger
klarer Kommunikation wieder auszubügeln, bin ich doch erfreut,
dass Unerfahrenheit wenigstens in Erwägung gezogen wird. Ganz
abgesehen vom Problem der Trennung privater und dienstlicher
Kommunikation sind solche Veranstaltungen ein Nervenpoker bis
zur letzten Minute und bedeuten fast ein ganzes Jahr
kontinuierlicher unentgeltlicher Arbeit. Wenn man es gut gemacht
hat, haben viele Menschen gelacht, getanzt, genossen und erzählen
zuhause mit echter Begeisterung.
Um solche Fehler für andere
Veranstalter zu vermeiden, bitte ich Euch hiermit, seid auch Ihr
klar in Euren Absprachen und reagiert vor allem auf Nachfragen.
Die Acht gebührt im Übrigen mir
persönlich und ich bin inzwischen auch reichlich wütend.
Herzliche Grüße, Esther aus Halle
Anmerkung der Redaktion:
"Dass es in diesem Fall zu Missverständnissen im Vorfeld
gekommen ist, lässt sich nicht abstreiten, es ist jedoch
auch auf unserer Seite kaum mehr möglich, einen konkreten
Übeltäter zu eruieren. Es ist jedoch nach wie vor nicht
einzusehen, warum Pressevertreter für ihre Berichterstattung
auch noch zahlen sollen. Das ist ein Thema, das uns häufiger
begegnet, das Festival in Halle ist da nicht unbedingt ein
Einzelfall. Das wollten wir in unserer kleinen Polemik vor allem
deutlich machen. Über eine Einladung nach Halle mit der Möglichkeit
zur ausführlichen und positiven Berichterstattung im nächsten
Jahr würden wir uns freuen. Wir möchten an dieser Stelle
darauf hinweisen, dass uns das unentgeltliche Engagement der
Veranstalter bewusst ist und in der Regel gewürdigt wird, das
sieht auf unserer Seite ähnlich aus - die Arbeit lässt sich
nicht in Geld aufwiegen." Elke Koepping,
Magazin-Redaktion
(02.11.05)
|
| Mirjam aus Halle
zum Artikel "Geschichte eines Nicht-Berichtes"
Liebe Tangokultur-Redaktion,
nachdem ich inzwischen aus dem nach 5
rauschenden Tangotagen wohlverdienten Koma mit frischen Kräften
wiedererwacht bin, und mir auch die gesammelte Korrespondenz
zwischen Esther und eurer Redaktion zu Gemüte geführt habe,
brennt es mir jetzt unter den Nägeln, auf die von Euch verhängte
Tango-Acht zu reagieren und Euch hiermit über unsere grenzenlose
Bußfertigkeit gegenüber der vereinsunabhängigen und
genossenschaftlich organisierten freien Journalistenschaft zu
berichten. Auf dem ersten Foto seht Ihr, wie die wutentbrannte
Esther ihren Ärger über die Vorkommnisse an uns auslässt.
Daraufhin haben wir ihr nicht nur den Kopf gewaschen, die Schuhe
neu besohlt und die Handtasche aufgeräumt, sondern sie nach
Strich und Faden in die Knie gezwungen mit einem donnernden
"Die war's!" (zweites Foto).

Netter Nebeneffekt der ganzen Geschichte
für mich ist, dass ich jetzt weiß, dass es in der Hauptstadt
nicht nur nette Tänzer gibt (ich meine vor allem den mit dem früher
sehr kurzen und jetzt langem Haar), sondern auch ein engagiertes,
anspruchsvolles und sogar witziges Tango-Onlinemagazin, dass sich
tatsächlich zu lesen lohnt.
Mit besten Grüßen aus Halle
Mirjam Trepte vom Halleschen
Tangotage-Team!
PS. Cumparsitas im Marschmusiktakt tanzen
wir hier bei uns in der Provinz sowieso permanent, und Milva läuft
bei uns in jeder Milonga mindestens 10 Mal am Abend, äh,
manchmal...
www.tango-variete-halle.de
(13.11.05)
|
| JingYang zu "Das Tangoböse ist männlich, zwischen 25 und..." von
Jochen Hille:
Moin!
Natürlich hat jede Stadt ihren Terminator aber dass vor Frauen
keiner Angst hat liegt wohl daran, dass die nicht die
Allgemeinheit belästigen sondern auf ihrem Platz sitzen bis
jemand daherkommt der von selber auf die Idee kommt mit ihnen
tanzen zu wollen. Auffordernde Frauen sind genauso böse wie
Männer.
(02.11.05) |
| Hallo Redaktion,
netter Artikel, den Frank Wesel über die Zürcher Tangowoche
05 geschrieben hat. Die Zürcher Szene geht mit ihrem eigenen Festival sehr viel
kritischer um. Viele Tänzer in Zürich sehnen sich nach den sehr
viel stimmungsvolleren TWen 03 und 04 zurück, mit Schiffbau und
besseren Orchestern. Die Veranstalter werden ziemlich kritisch
beurteilt. In meinen Augen sachlich betrachtet zurecht. 2005 lag
vieles im Argen. Einziger Lichtblick waren die Kurse zum Thema
Musikinterpretation. Schaut Euch mal um auf: http://www.tangoforum.com/cgi-bin/bbs/webbbs_config.pl?read=589.
Die Statement hier decken sich weitgehend mit den Äusserungen,
die im Moment an jeder zweiten Milonga in Zürich zu hören sind.
Vielleicht möchtet Ihr den Link dem Artikel anfügen. Euer neues Layout ist optisch gut
gelungen, keiner Frage. Aber betreffend Usability habt Ihr noch
etwas Arbeit vor Euch. Die geringe Höhe der eigentlichen
Textspalte in der Mitte macht das Lesen beschwerlich. Und da mit
dem Mausrad nicht gescrollt werden kann, ärgert man sich beim
Lesen über den umständlichen Zugriff. Aber das lässt sich ja beheben.
Ich würde mir in jedem Eurer Magazine ausführliche, sprich
ellenlange Artikel über einzelne Orchester wünschen - moderne
wie alte, aber das ist natürlich meine eigene, eine sehr
persönliche Sicht.
Gruss - Christian Tobler, Zürich
+ + + 02.09.2005 |
| Hallo
Elke,
Ich wollte mich ganz
herzlich bei Dir bedanken für den Bericht über "Otra Sanata".
Bis jetzt hat noch niemand so detailliert über unsere Musik
geschrieben. Vor allem haben wir bemerkt, dass Du alles verstanden
hast, sogar die Insider-Witze auf dem Album. ...hat uns sehr
gefreut! Ich gratuliere Dir für Deine Art zu schreiben - sehr
poetisch, aber auch präzise und überzeugend.
DANKE!!! .....wir sind
sehr glücklich. Bis bald und Alles Gute!!!!
Daniel Almada von
"Tango Crash", 02. August 2005
|
Leserbrief zum Artikel "Macht
Tango schön?" von Jochen Hille:
Lieber Jochen,
dein Artikel ist ganz interessant geschrieben, nur stimme ich
nicht immer mit deinen Aussagen überein. Wie z.B. "Aber
beim Tanzen geht es fast immer um Schönheit"; Ich dachte,
dass es beim Tanzen um Sinnlichkeit, um das Gefühl allgemein,
um die
Fähigkeit, sich auch mal non-verbal dem Leben und den Gefühlen
zu stellen; um die Fähigkeit, sich körperlich auszudrücken;
um Vergessen; um Alltagsflucht und der Gelegenheit, seinen Mitmenschen
in die Augen schauen zu dürfen geht. Natürlich macht
das Tanzen selbst auch schön; Aber ist die resultierende
Schönheit nicht eher ein by-product der angenehmen Atmosphäre
im Tangosaal ? Weiterhin:
"Und wer eine Milonga besucht, der ist oft von der Schönheit
und dem Glitter geblendet und zieht sich schüchtern zurück
– oder will daran Teil haben".
Ich weiß nicht Jochen; Es ist wahrscheinlich wirklich so.
Aber unsere Wahrnehmung dieser oberflächlichen Schönheit
ist nur die Reflektion einer gut-gekleideten, formalen Tangogesellschaft.
Wahrscheinlich ist dieses Bekleidungsritual ein Aufschrei der
TänzerInnen nach konservativen Werten. Oder ? Weiterhin:
"Schließlich geht es ums Balzen". Tatsächlich? Ist mir noch nicht so richtig aufgefallen. Wenn es ums
Balzen ginge,
würden die Männer nicht nur 3 Runden mit einer Frau
tanzen und dann weiter auf die Suche gehen. Überhaupt reden
Tango-Männer nicht all zu viel, was die Balzangelegenheit
erheblich erschwert. Und der regelmäßige Körperkontakt
mit dem Tanzpartner oder Tanzpartnerin lässt diese anfängliche,
körperlich-erotisch gefühlte Nähe bald ins Alltägliche
gleiten. Der Tanz wird funktional und ich zumindest erfreue mich
nur an meinen eigenen Sinnen und Gefühlen. Der Mann hat in
dieser Hinsicht kein Mitspracherecht. Und wahrscheinlich geht
es nicht nur mir so. Aber eins muss ich dem Tango und der Schönheit
zugestehen: Ich fühle mich
deshalb schön beim Tanzen, weil Männer mich leiten,
dominieren und mir ein Gefühl der Unterlegenheit geben. Wann
bekommt man diese Befriedigung im Alltag. Heutzutage sind es oft
Frauen, die diese dominierende Rolle übernehmen wollen oder
sogar müssen. Tango führt mich in eine Welt, in der
die Männer der Frau für ein paar Stunden Schutz anbieten,
ihr das Gefühl geben, gebraucht und begehrt zu sein. An die
Schulter des Mannes darf ich mich anlehnen, darf vergessen und
mich hingeben, meinen Gefühlen freien Lauf lassen. Der Mann
nimmt mich in diese Scheinwelt auf, zieht mich an sich, hält
mich fest und berührt meinen Rücken; zaghaft; bedeutsam;
dieses Gefühl macht mich und ganz sicher auch viele andere
Frauen so schön.
Dein Artikel ist nett geschrieben.
Gruß von Suse
+ + + 21.07.05
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Hallo Leute,
Glückwunsch zu eurer Leistung. Bin heute zufällig auf
eurer Seite gelandet und begeistert schon seit ner stunde hängengeblieben.
Interessiere mich sehr für das stück Tango solo von Thorsten
.
Gruß
Jost Budde
+ + + 17.06.05 |
| Dear Elke, I
wanted to thank you for such an enthusiastic, supportive and knowledgeable
review. Our only one in German!
All best wishes from la belle Paris.
Lloica Czackis, Sängerin "Tangele", Paris
+ + + 15.06.05 |
Liebes Team von tangokultur.info,
die ersten Ausgaben von tangokultur.info finde ich spannend,
angenehm übersichtlich und sehr geglückt.
Mir gefällt besonders die Art und Weise, wie die meisten
Artikel geschrieben sind: selbst die härteste Kritik ist
zwar leidenschaftlich ausgedrückt aber nie giftig. Hinzu
kommt oft eine persönliche Note oder Humor, wie bei dem letzten
Artikel von Jochen Hille über die Margeritas Misteriosas.
Das macht auch die Margeritas Misteriosas sehr sympathisch!
Ich finde es toll, dass Eure Artikel die Möglichkeit bieten,
einige Veranstaltungen oder Neuerscheinungen, die man aus logistischen
Gründen verpassen würde, mit Euren Augen und Ohren doch
mitzuerleben.
Für die Tänzer ist es wichtig, immer auf dem Laufenden
zu sein und die Zuverlässigkeit, mit der Eure Webseite aktualisiert
wird, ist eine seltene Ware. Dazu gratuliere ich Euch und bedanke
mich auch, da ich vermute, es steckt eine Menge Arbeit und Aufmerksamkeit
dahinter. Ich hoffe, Ihr macht weiter so und es macht Euch auch
Spaß. Viel Erfolg!
+ + + Paola aus Berlin |
Richtigstellung:
Der Redaktion von tangokultur.info ist zu Ohren gekommen, dass der
von Elke Koepping im Artikel über die desaströse Berliner
Aufführung von Nicole Naus und Luis Pereyras "El Sonido de
mi Tierra 2" erwähnte ominöse "Veranstalter" mit der Person
Michael Rühls in Verbindung gebracht wird. Der Absatz ist eindeutig
zu vage formuliert und dafür entschuldigen wir uns an dieser
Stelle bei ihm.
Michael Rühl hatte mit dieser Veranstaltung nichts zu tun.
Er betreibt seit Jahren erfolgreich nicht nur die samstägliche
Milonga im Ballhaus Rixdorf, sondern auch das Berliner Tangofestival.
Beide Veranstaltungen sind professionell organisiert und erfreuen
sich eines regen Zuspruchs. Sollten wir diese kritisieren wollen,
würden wir das offen tun und nicht durch versteckte Andeutungen.
Die Existenz eines tatsächlichen Berliner Vor-Ort-Veranstalters
zweifeln wir zudem an. Gegenüber der Öffentlichkeit sind
als Veranstalter nur das Tournee-Management von Nicole Nau und Luis
Pereyra aufgetreten, die RSWien-Productions aus Remscheid. Entscheidungen
scheinen zudem hier in Deutschland von Nicole Nau abgesegnet zu
werden. Der organisatorische Schiffbruch von "El Sonido de mi Tierra
2" ist somit offensichtlich auf eine totale Fehleinschätzung
der Vor-Ort-Situation zurückzuführen. Dass diese im Vorfeld
nicht überprüft und vorbereitet wurde, zeugt von grober
Fahrlässigkeit seitens des Managements und/oder der Künstler.
Weiterhin hat das Tournee-Management während der Veranstaltung
das Gerücht in Umlauf gebracht, der Abend sei bewusst durch
eine Website boykottiert worden, auf der vermeldet wurde, die Vorstellung
sei restlos ausverkauft. Wir von tangokultur.info fragen uns, was
für eine Website das gewesen sein soll. Und wie eine solche
uns und auch anderen nicht bekannte Website für das Nichterscheinen
von 200 Zuschauern verantwortlich sein kann.
+ + + 25.05.2005 Elke Koepping, Redaktion tangokultur.info |
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