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Kinostart: 21. Mai 2009
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Trailer zum Film: >>jetzt
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Aktuell:
Der Film "Der letzte Applaus" von Germán Kral gewinnt den
Förderpreis Dokumentarfilm, der zum 11. Mal vom FilmFernsehFonds Bayern
vergeben wurde.
Über
den Film
“Der
letzte Applaus” erzählt die bewegende Geschichte einer vergessenen
Gruppe von gealterten Tangosängern aus Buenos Aires, die jahrelang in
einer der berühmtesten Tangobars der Stadt aufgetreten sind, der “Bar
El Chino”. Nachdem der Besitzer der Bar 2001 unter mysteriösen Umständen
starb, wurde die Bar von seiner Witwe und ihrem neuen Partner übernommen.
Ein paar Wochen später war dieser lebensfrohe Ort abgewirtschaftet und
verödet.
“Der
letzte Applaus” begleitet das Leben dieser vergessenen Tangosänger
von 1999 bis heute. Der Film zeigt ihren Kampf, sich während der größten
Wirtschaftskrise Argentiniens ihr tägliches Brot zu verdienen, und die
Sehnsucht nach ihrem größten Traum: noch einmal vor ihrem Publikum zu
singen und ihren Applaus zu hören, vielleicht zum letzten Mal in ihrem
Leben...
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Über “Bar El Chino”
Viele Jahre lang
gab es in Pompeya, einem Viertel am Stadtrand von Buenos Aires, eine
ganz besondere Tangobar: die “Bar El Chino“, benannt nach ihrem
Besitzer El Chino (der Chinese), der nicht das Geringste mit China zu
tun hatte. Sein richtiger Name war Jorge García (70), und seine
Vorfahren waren spanische Immigranten. Mit nichts als ein wenig
Gitarrenbegleitung und viel Wein zur Lockerung der Stimmbänder kamen
Freunde und Nachbarn zusammen, um in seiner Bar Tango zu singen.
Am
Ende war die “Bar El Chino“ so berühmt, dass man reservieren
musste, um noch in irgendeiner Ecke Stehplätze zu bekommen. Das
Erfolgsgeheimnis war einfach: echtes Tango Ambiente, ehrlich und
ungeschminkt, und die Qualität der Sänger, die hier teilweise 30 Jahre
lang die schönsten Tangos, die jemals geschrieben wurden, über Liebe,
Trauer und die melancholische Stadt Buenos Aires gesungen haben.

Jorge „El Chino“ García vor seiner Bar
Über
die Sänger
Cristina
de los Ángeles
hat ihr ganzes Leben lang professionell gesungen und sogar einige
Platten aufgenommen. Sie lebte 14 Jahre in New York und arbeitete in
Peru, Uruguay und ganz Argentinien. Ruhm und Liebe blieben ihr jedoch
verwehrt. Für Cristina war die „Bar El Chino“ ihr Zuhause. Jeden
Abend eröffnete sie die Show dort mit den Worten: „Wenn ihr klatscht, verliere ich meine Hemmungen...“ Und nach
einem begeisterten Applaus gab sie sich der Menge hin und sang die schönsten
Tangos, die jemals geschrieben wurden: über Liebe, Trauer und die
wunderbare, melancholische Stadt Buenos Aires.
Inés
Arce
(81) begann zu singen, als sie fünf Jahre alt war, und seitdem hat sie
nie mehr damit aufgehört. Als sie 48 war, hörte ihr Nachbar El Chino
sie singen. Er liebte ihre Stimme und nahm sie mit in die Bar. Von da an
sang sie dort 26 Jahre lang jedes Wochenende. Doch nach El Chinos Tod
ist sie kaum mehr aufgetreten. Wenn sie Glück hat, bekommt sie einen
Job als Sängerin in einem heruntergekommenen Restaurant oder auf einer
Geburtstagsfeier. Sie vermisst die Nächte in der „Bar El Chino“ und
würde alles dafür geben, noch einmal mit ihren Freunden singen zu können.
Julio
César Fernán
(58) war in den 70er Jahren einer der vielversprechendsten jungen Tangosänger
in Buenos Aires. Er verdiente mit dem Singen viel Geld und ist sogar mit
Anibal Troilo, einem der berühmtesten Bandoneonspieler der Geschichte
des Tangos, aufgetreten. Leider ist Tango aber nicht seine einzige
Leidenschaft. Er liebt auch die Frauen und „noch etwas ein bisschen
gefährlicheres“ - die Pferderennen. Julio hat nie geheiratet und
lebte bis vor kurzem noch immer mit seiner neunzigjährigen Mutter in
einer Zweizimmerwohnung.
Die Musiker aus dem Film vor der “Bar El Chino”
Horacio
Acosta
(70), Sohn einer Musikerfamilie, sang mit einigen der besten
Tangoorchester der 60er Jahre und war standing
ovations nach seinen Shows gewöhnt. Doch dann wurde das Leben härter.
Er musste verschiedene Jobs annehmen, wurde krank und gerade als er sich
wieder erholte, starb seine Frau. Nach und nach verlor Horacio alles,
konnte die Hypothek nicht mehr bezahlen und musste in ein kleines Zimmer
im Hinterhof des Hauses ziehen, das ihm noch bis vor kurzem gehörte.
Walter
Barberis
(70) kam nach dem Krieg aus Italien nach Buenos Aires. Seit seiner
Jugend liebte er es, Gitarre zu spielen und zu singen. Als er die „Bar
El Chino“ entdeckte, wo sein Sohn öfters Tango sang, verliebte er
sich sofort in diesen Ort und begann auch dort zu singen. Er sprach häufiger
über den Schmerz, das eigene Land verlassen zu müssen, um im Ausland
zu leben, aber auch über die kreative Kraft, die in dieser Entwurzelung
liegt. Er sagte immer, dass die Mehrheit der Tangos von den Nachkommen
der italienischen Einwanderer geschrieben wurden... und er hat damit
vollkommen Recht.
Abel
Frías
(65), Gitarrist, ist auf dem Land geboren und kam als junger Mann nach
Buenos Aires. Seitdem verdiente er sich sein Brot mit seiner Gitarre.
Immer auf der Straße, immer auf der Suche nach dem nächsten Ort zum
Spielen. Viele Nächte verdiente er nicht einmal genug für den Bus und
musste nach Hause laufen. Das änderte sich, als er begann, in der
„Bar El Chino“ zu spielen. 18 Jahre lang begleitete er dort ohne
Unterbrechung an jedem Wochenende die Sänger. Er kannte sie so gut,
dass er merkte, wenn jemand keine so gute Nacht hatte und spielte dann
etwas tiefer. Alle Sänger liebten ihn dafür. Eine Woche nach dem Tod
von El Chino ging Abel weg und kehrte nie mehr in die Bar zurück.
Über
das Orchester
Das
Orquesta Típica Imperial ist eine Gruppe von jungen Musikern aus
Buenos Aires, die sich als Interpreten, Arrangeure und Komponisten einen
Namen gemacht und im Tango ihre wahre Identität gefunden haben. Das „Orquesta
Típica“ mit seinen drei Bandoneons, vier Violinen, einem Violoncello,
einem Kontrabass, einem Piano und einem Sänger ist die traditionelle
Struktur aller Tangoorchester der 40er und 50er Jahre, dem „Goldenen
Zeitalter“ des Tangos. Das „Orquesta Típica Imperial“, das diese
Struktur übernommen hat, hat sich dem traditionellen Tango-Sound
verschrieben und trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung des Genres
bei. Mit dem Stil seiner Musik hat es Zuhörern in aller Welt große
Emotionen entlockt. In den letzten Jahren ist das „Orquesta Típica
Imperial“ in einigen der berühmtesten europäischen Konzertsäle
aufgetreten, so in den Niederlanden, in Deutschland, England, Belgien, Dänemark,
Spanien, Bulgarien usw. Auch hat es an den wichtigsten Tangofestivals in
Europa, Nord- und Südamerika teilgenommen.

Tangosänger Julio César Fernán
Über den Regisseur
German Kral
wurde 1968 in Buenos Aires geboren und kam 1991 nach Deutschland, um an
der Hochschule für Fernsehen und Film München zu studieren. Seine
Filme wurden auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt und
mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1993 arbeitete German Kral zum
ersten Mal mit Wim Wenders bei dem Film “Die Gebrüder Skladanowsky”
zusammen. Sein Film “Buenos Aires, meine Geschichte“ wurde 2000 für
den Grimme Preis nominiert, erhielt 1999 den ersten Preis beim Yamagata
Film Festival in Japan und wurde mit dem Bayerischen Dokumentarfilmpreis
ausgezeichnet. Bei German Krals Musikdokumentarfilm “Música Cubana“,
der seine internationale Premiere beim Filmfestival in Venedig hatte und
weltweit in den Kinos lief, war Wim Wenders der Excecutive Producer.

Regisseur German Kral
Der
Soundtrack
Der berühmte argentinische Musikproduzent und Komponist Luis Borda
schuf für den Film “Der letzte Applaus“ einen wunderschönen
Soundtrack, zusammen mit dem Orquesta Típica Imperial und den Sängern
der “Bar El Chino”. Der Soundtrack wurde in mehreren Studio-Sessions
während der Dreharbeiten und bei einem gemeinsamen Konzert des
Orchesters und der Tangosänger in Buenos Aires aufgenommen. Der
siebzehn Lieder umfassende Soundtrack besteht aus einigen der schönsten
und bekanntesten tradionellen Tangos wie “Soledad” und “Volver”,
und auch modernen Kompositionen der berühmten Tangokomponisten Astor
Piazzolla und Eladia Blázquez, darunter “Verano Porteño” und “Mi
Ciudad y Mi Gente”.
Der Soundtrack des Films ist bei
Enja Records erschienen und im Handel erhältlich.

Cristina de los Ángeles mit dem Orquesta Típíca Imperial
Text
aus dem Presseheft zum Film
Previews
und Sondervorführungen:
Previews:
Leipzig (Passage, 18.05 um 19h30, i.A. German Kral)
Frankfurt (Cinema, 18.05. um 20h)
Berlin (Broadway, 19.05. um 20h i.A.German Kral)
Hamburg (Abaton, 20.5. um 20h i.A. German Kral)
Münster (Cinema, 21.5. um 19h30, i.A. German Kral)
Sondervorführungen i.A. German Kral in München:
Kino Breitwand: 23.05. um 20h30 / Theatiner Filmtheater: 24.05. um
11.00 Uhr (Matinee)/ Forumkino 2: 24.05. zur Abendvorstellung/ Atlantis
Kino 1: 26.05. zur Abendvorstellung
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Infos zum Film im Netz unter www.derletzteapplaus.de
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Ausgabe April 2009
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